Preisträger/Begründung

1985

„ERWIN DOOSE erhält diese Auszeichnung für seine hohe künstlerische Leistung, die sich in einem eigenständigen und qualitätsvollen Werk niedergeschlagen hat, das der Entwicklung der Malerei und Skulptur in Schleswig-Holstein neue Wege weist."

1987

„MANFRED SIHLE-WISSEL erhält diese Auszeichnung für seine hohe künstlerische Leistung, die sich in einem bildhauerischen und malerischen Werk äußert, das sich in über 30 Jahren entfaltet hat. Sein Werk gehört zu den Höhepunkten der Norddeutschen Bildhauerkunst in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts."

1989

„JAN KOBLASA erhält diese Auszeichnung nach zwei Jahrzehnten einer kontinuierlichen Arbeit in Schleswig-Holstein, das er durch seine Skulptur bereicherte und dem er durch seine Tätigkeit als Lehrer an der Kieler Fachhochschule öffentlich wirksame Impulse gab."

1991

„HANNA JÄGER erhält diesen Preis für die künstlerische Qualität ihres von Innovationskraft und Konsequenz in der Entwicklung geprägten Werkes, das weit über die Grenzen des Landes hinaus Beachtung findet."

1993

„FRIEDEL ANDERSON erhält den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft im Jahre 1993 für sein in wenigen Jahren entstandenes, respektables Werk, das die Bedeutung einer an der Wirklichkeit orientierten Malerei überzeugend vor Augen stellt."

1998

„MAX NEUMANN erhält den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft für sein malerisches Werk, in dem eine individuelle, Einsicht mit kritischem Vermögen und Ernst mit Humor verbindende Phantasie Zeitbezüge als allgemeingültige Erfahrung deutet."

2000

„WALTER STÖHRER erhält den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft für sein Lebenswerk, das voller Vitalität und erkennbarem Tiefgang der deutschen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts frische Impulse vermittelt hat."

2002

„GÜNTER HAESE erhält den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft für sein jahrzehntelanges bildhauerisches Schaffen. Anfang der 1960er Jahre wurde er weithin bekannt für seine beweglichen Drahtskulpturen, die auch international höchste Anerkennung gefunden haben. Seine Konstruktionen zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion besitzen zeitlosen Charakter."

2004

„MENNO FAHLS Arbeiten, die wie spielerisch konstruiert erscheinen, überwinden die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur. Farbe und Form sind gleichwertige Gestaltungsmittel. Seine Gestalten entstammen einer eigenwilligen Bildwelt, die dem Betrachter vielfältige Assoziationsräume eröffnet."

2006

„KRISTIN GROTHES Papierarbeiten zeichnen sich durch solide Kenntnis traditioneller graphischer Techniken und lebendige Experimentierfreude aus. Die Dynamik ihres Schaffensprozesses überträgt sich auf die Intensität der Wahrnehmung des Betrachters. Eine geistige Dimension entsteht, in der, im Spiegel unserer Empfindungen, Zeit fühlbar und Orte erlebbar werden. Sie leistet damit einen unverwechselbaren Beitrag zur norddeutschen Gegenwartskunst."

2008

„Mit allen heute zu Gebot stehenden künstlerischen Ausdrucksmitteln nähert sich LILI FISCHER sammelnd, erhaltend und schützend Themen des Alltäglichen und des Nebensächlichen, des Vertrauten und Unwirtlichen im Haushalt ebenso wie in der Natur, in Fauna und Flora. Ihre Erkenntnisse, zusammengefasst in Künstlerbüchern, eröffnen uns neue wertvolle Blickweisen auch auf die von ihr geschätzte und immer wieder zum Thema erhobene Landschaft Schleswig-Holsteins."

2010

„Diese Auszeichnung kommt aus der Mitte des Landes Schleswig-Holstein, mit dem ULRICH MACK seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden ist. Das Land und seine Leute sind seit langem Gegenstände seiner Aufmerksamkeit. Die Ehrung ist eine Hommage an und ein Ausrufezeichen hinter ein erstaunliches und unbedingtes Lebenswerk, das wie wenig andere dem Charakter der Zeit fotografischen Ausdruck gibt.“

2012

„JOERG PLICKAT erhält diese Auszeichnung für sein in Schleswig-Holstein entstandenes Lebenswerk, das auch als Großskulptur im öffentlichen Raum auf mehreren Kontinenten seinen Platz gefunden hat. Die Vielseitigkeit seines figürlichen wie abstrakten bildhauerischen Werkes wird dabei besonders gewürdigt.“ 

2013

„Mit den seit 1992 in wechselnder Besetzung stattfindenden gemeinsamen Plainair-Malsymposien hat die KÜNSTLERGRUPPE NORDDEUTSCHE REALISTEN neue Wege in der Kunst beschritten. Die Maler haben im künstlerischen und persönlichen Austausch ihre Fertigkeiten und Techniken sowie ihre Auffassung von Realismus ausdrucksstark entwickelt. In ihrer Darstellung von Personen, Stillleben und Landschaften, Gewerbe und Industrie erreichen sie ein allgemein anerkanntes, eindrucksvolles Niveau. Die Retrospektive von Arbeiten der Gruppe auf Schloss Gottorf hat die Leistungen der einzelnen Künstler überzeugend vor Augen geführt.“ 

2015

„Das plastische Werk von LUCIA FIGUEROA ist von großem motivischem Reichtum bei einer kraftvoll strengen Formensprache. Auf dieser Verschmelzung beruht die elementare Ausdruckskraft ihrer Werke. Zentrales Thema ist der Mensch in existenziellen Situationen. Anregungen findet sie in ihrer Lebenswelt, schon in ihrer Heimat Argentinien wie auch in Afrika. Zugleich steht ihre abstrahierende Formensprache in der Tradition europäischer figurativer Plastik.“

2017

„MARIA C. P. HULS erhält den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft für ihr bildhauerisches Schaffen, das sich durch eine außerordentlich hohe Qualität und durch ein präzises Handwerk auszeichnet. In ihren nicht-figürlichen Formen vereint die Künstlerin durch die Wahl des unterschiedlichen Steinmaterials und durch die Formbildungen starke Gegensätze, die sie gleichwohl zu einer ästhetischen Harmonie führt. Ihr sublimer Formwille scheint die Schwere der Materie aufzulösen.“